Lagerfachhelfer (m/w/d)

  • Ansprechpartner: Dieter Pöstges
  • E-Mail: poes@bkvgs.de
  • Dauer:2 Jahre
  • Voraussetzung: ohne Schulabschluss
  • Praxis: Betrieb oder Einrichtung der beruflichen Rehabilitation
  • Prüfung: IHK Abschluss
  • Abschluss: Berufsabschluss

Tätigkeit im Überblick

Fachpraktiker/in im Lagerbereich ist ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung. Die 2- bzw. 3-jährige Ausbildung wird in Industrie und Handel oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Fachlagerist/in.

Jeder Mensch hat seine ganz besonderen Fähigkeiten und damit seine Chancen, am Arbeitsleben teilzuhaben.
Für viele Jugendliche, bei denen eine Lernbehinderung festgestellt wurde, ist eine übliche Vollausbildung einfach zu schwer. Ihnen eröffnet die theoriereduzierte Berufsausbildung zum/zur Lagerfachhelfer/in Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsleben.

Lagerfachhelfer/innen arbeiten insbesondere bei Speditionen, Industriebetrieben mit Lagern und Versandabteilungen, im Versandhandel sowie im Groß- und Einzelhandel.

Die zweijährige Ausbildung erfolgt im dualen System:

  • Die praktische Ausbildung findet in einem Betrieb oder einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation (z. B. Berufsbildungszentrum) statt.
  • Parallel hierzu werden den Auszubildenden die theoretischen Inhalte, die sie für ihren Beruf brauchen, in der Berufsschule des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung Volksgartenstraße in Mönchengladbach vermittelt.

Eine Ausbildung zum/zur Lagerfachhelfer/in kann man ohne Schulabschluss beginnen. Bei der Suche nach einem passenden Weg in das Arbeitsleben helfen die Spezialisten des Reha-Teams der Agentur für Arbeit. Sie stellen nicht nur die Eignung für eine Berufsausbildung zum/zur Lagerfachhelfer/in fest, sondern helfen auch bei der Klärung der Voraussetzungen für eine individuelle Förderung durch einen Bildungsträger wie das Berufsbildungszentrum Mönchengladbach.

Lagerfachhelfer/innen müssen Waren – auch Gefahrenstoffe – sachgerecht lagern, für den Versand richtig zusammenstellen und sicher verpacken. Beim Führen von Gabelstaplern oder Hebebühnen ist Umsicht erforderlich.
Wichtig sind daher

  • Sorgfalt,
  • Verantwortungsbewusstsein
  • und Geschicklichkeit.

Darüber hinaus sind Computerkenntnisse hilfreich, um Warendaten mit elektronischen Geräten und Warenwirtschaftssystemen zu verwalten.

Die Theorie vermittelt unser Berufskolleg Volksgartenstraße im 1. und 2. Ausbildungsjahr jeweils an einem Tag pro Woche.
Wir vermitteln eine zukunftsorientierte berufliche Grund- und Fachbildung und erweitern die bisherige Allgemeinbildung. Bei der Unterrichtsgestaltung legen wir Wert auf Berufsbezug und Praxisorientierung.
Der individuellen Förderung der Auszubildenden gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Deshalb legen wir u.a. Wert auf

  • überschaubare Lerngruppen,
  • Lehrkräfte mit zielgruppenadäquaten Berufserfahrungen und Zusatzqualifikationen ,
  • eine enge Kooperation mit den ausbildenden Betrieben, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation und sozialpädagogischen Fachkräften, die den Auszubildenden in schwierigen Lebens- und Ausbildungssituationen beratend zur Seite stehen.

Am Ende der Ausbildungszeit muss vor der IHK eine Abschlussprüfung abgelegt werden. Diese besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung.

  • Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf die Fächer Fachkunde, Fachrechnen, sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
  • In der praktischen Prüfung führen die Prüfungsteilnehmer zumeist eine praktische Arbeitsaufgabe aus den Bereichen Warenannahme, Einlagerung, Kommissionierung oder Versandabwicklung durch.

Über die bestandene Prüfung erhalten die Prüflinge von der IHK ein Zeugnis. Daneben erhalten sie von der Berufsschule ein Abschluss- bzw. Abgangszeugnis.

Für Lagerfachhelfer/innen werden zahlreiche Seminare oder Schulungen angeboten, um sich beispielsweise über Neuerungen in der Material- und Lagerwirtschaft, bei Verpackungsmitteln und –maschinen oder bei der Kennzeichnung von Waren zu informieren

Wer sich im Berufsleben bewährt hat und weiterentwickeln möchte, kann sich nach der Berufsausbildung zum/zur Lagerfachhelfer/in in einem verwandten staatlich anerkannten Ausbildungsberuf (z. B. Fachlagerist/in oder Fachkraft für Lagerlogistik) weiterqualifizieren. Die erbrachten Ausbildungsleistungen können hierauf angerechnet werden.